Daily Routine

Tagesgeschäft: Routine abhaken → Session prüfen → „Wo bin ich?" je Paar eintragen → beste Kandidaten in den SIM- oder SLH-Check übernehmen.
Ablauf (in Reihenfolge) Musik läuft nebenbei
1. News checken — heutiger Kalender, High-Impact markieren (News-Tab)
2. Session prüfen — unten, automatisch nach deutscher Uhrzeit
3. Marktstruktur im M15 erneuern (DXY + EUR/USD bzw. GBP/USD)
4. Wo bin ich? — je Paar D / H4 / M15 antippen (Tabelle unten)
5. Top-Down durchgehen: 4H → 15min
6. SLH-Kandidaten prüfen: Asia-Range / PDH-PDL — welche Liquidität liegt an?
7. Beste Kandidaten übernehmen → SIM- oder SLH-Check (Knopf in der Tabelle)
Nur montags: zusätzlich Woche & Tag top-down
Session — wo bin ich zeitlich?
Wo bin ich? — Paare D / H4 / M15
Logik: H4 ist der Bias-Anker, der Tag die Orientierung. Counter = immer ein Pullback. H4 gegen den Tag → H4-Pullback → SIM. M15 gegen H4 → M15-Pullback → SLH. Tag und H4: Richtung (▲ ▼) und Phase (K = Kontinuität, P = Pullback, E = Expansion). M15: nur Richtung — sie entscheidet, ob ein SIM-Einstieg möglich ist (M15 mit H4) oder ein M15-Pullback läuft (→ SLH). DXY ✓ / ✗ = H4-Abgleich mit dem DXY, gewichtet mit der gemessenen Korrelation. Werte mit Punkt kommen automatisch aus TradingView (Baltic Scanner); eigene Einträge übersteuern sie und leeren sich jeden Tag automatisch.
Killzones (deutsche Zeit) —
Markt-Regime — was wann handeln
Welches Event bewegt welches Paar. Vor High-Impact (rot) flach oder Stops weit. Danach erst handeln wenn Richtung klar.
Stark positiv ≥+0.70
Moderat +0.30 bis +0.70
Neutral −0.30 bis +0.30
Moderat −0.70 bis −0.30
Stark negativ ≤−0.70

Pro Paar: Charakter · Treiber · Korrelations-Confirmation · Argumentation „Warum handle ich das?" · Fallen.
Scan-Übersicht: Eigenschaften in der Tabelle (mehr Punkte = mehr) · Vorteile/Nachteile pro Paar darunter. Klick auf Zeile springt zur Karte.
Vergleich auf einen Blick
Liquidität 5=tief/eng Volatilität 5=wild Spread 5=engster Komplexität 5=anspruchsvoll
DXY Zusammensetzung & Korrelation zu Ihren Paaren

EUR 57.6% · JPY 13.6% · GBP 11.9% · CAD 9.1% · SEK 4.2% · CHF 3.6% — EUR/USD ist quasi der inverse DXY (gemessen {r:EUR/USD|DXY}).

DXY-Bewegungen
DXY steigt — USD stärkt
EUR/USD ↓ · GBP/USD ↓ · AUD/USD ↓ · NZD/USD ↓ · XAU/USD ↓
USD/JPY ↑ · USD/CHF ↑ · USD/CAD ↑
EUR/GBP und GBP/JPY: kaum DXY-Bezug (gemessen {r:EUR/GBP|DXY} / {r:GBP/JPY|DXY}) — GBP/JPY folgt eher USD/JPY ({r:GBP/JPY|USD/JPY}).
DXY fällt — USD schwächt
EUR/USD ↑ · GBP/USD ↑ · AUD/USD ↑ · NZD/USD ↑ · XAU/USD ↑
USD/JPY ↓ · USD/CHF ↓ · USD/CAD ↓.
⚠ Divergenzen — Kontext prüfen
DXY↑ + AUD/USD↑ → Kupfer/China überwiegt. DXY↓ + USD/JPY↑ → Risk-On/Carry dominiert. DXY ist ein Durchschnitt — nicht jedes Pair folgt exakt.
Tendenzen, keine Garantien. VIX, S&P 500 Futures und USD/JPY als Confirmation. Extremes Risk-Off kann auch den USD stärken (Flucht in USD-Liquidität) — dann kann Cash-USD sogar Gold schlagen.
Risk-On
AUD/USD · NZD/USD — stark bevorzugt
Rohstoff-Nachfrage + globales Wachstum. NZD mit schärferen Moves (dünnere Liquidität).
GBP/JPY — stärkster Risk-On Indikator
GBP stärkt + JPY schwächt = doppelter Effekt.
GBP/USD — moderat
Risikofreudig, anfällig für UK-Daten.
AUD/CAD — leicht bevorzugt
Kupfer > Öl in Risk-On Phasen.
EUR/USD — neutral bis leicht positiv
Profitiert von USD-Schwäche, weniger Risk-sensitiv.
Risk-Off
AUD/USD · NZD/USD — fallen stark
Erste Verkaufswelle. Rohstoffnachfrage bricht ein.
GBP/JPY — fällt sehr stark
Doppelter Druck. Bester Risk-Off Indikator.
USD/JPY — JPY stärkt
Carry-Unwind. Fällt oft schnell und deutlich.
USD/CHF — CHF stärkt
Zweiter Safe-Haven.
AUD/CAD — fällt
AUD schwächt mehr als CAD (Öl als Stütze).
Sensoren
USD/JPY — schnellster Echtzeit-Sensor
Fällt schnell → Risk-Off. Reagiert oft vor allen anderen.
GBP/JPY — bestätigt
Beide fallen → starkes Risk-Off Signal.
VIX > 20 Nervosität · > 30 Risk-Off
Steigend = JPY/CHF stärken.
S&P 500 Futures
Steigen → Risk-On Bias. Fallen stark → JPY/CHF stärken.
Hedging reduziert Risiko, eliminiert es nicht. Kostet Spread + Swap. CHF und JPY haben eigene Safe-Haven-Dynamik und können sich von USD-Moves lösen.
Starke Hedges (Korr. unter −0.80)
EUR/USD SHORT + USD/CHF SHORT
Korr. {r:EUR/USD|USD/CHF}. Echter USD-Hedge: gegenläufige USD-Exposition. Stärkster Pairs-Hedge.
Partielle Hedges (−0.50 bis −0.79)
GBP/USD LONG + USD/CHF LONG
Korr. {r:GBP/USD|USD/CHF}. Die USD-Seite ist gehedgt — übrig bleibt GBP gegen CHF.
EUR/USD LONG + USD/JPY LONG
Korr. {r:EUR/USD|USD/JPY}. Bricht bei Risk-Off: JPY stärkt unabhängig.
Gold LONG + USD/CHF LONG
Korr.: keine geprüften Gold-Daten. Teilschutz, bricht bei Realzins-Sondereffekt.
AUD/USD LONG + USD/CAD LONG
Korr. {r:AUD/USD|USD/CAD}. Bricht wenn: Kupfer und Öl divergieren.
Cross-Pair statt Doppel-Position
EUR/USD LONG + GBP/USD SHORT → EUR/GBP LONG
Nur EUR vs. GBP, kein USD-Exposure.
AUD/USD LONG + NZD/USD SHORT → AUD/NZD LONG
Relative Stärke, kein USD-Risiko.
AUD/USD LONG + USD/CAD LONG → AUD/CAD LONG
Direktes Pair — nur Kupfer vs. Öl.
Kein Hedge — häufige Fehler
EUR/USD LONG + GBP/USD LONG
Korr. {r:EUR/USD|GBP/USD}. Doppelposition, kein Hedge.
AUD/USD LONG + NZD/USD LONG
Korr. {r:AUD/USD|NZD/USD}. Fast dasselbe Risiko.
EUR/USD LONG + Gold LONG als Hedge
Gold: keine geprüften Daten. Beide anti-USD = Doppelposition.
EUR/USD LONG + USD/CHF LONG
Doppelte USD-Short-Wette (Korr. {r:EUR/USD|USD/CHF} bei gegenläufiger Notierung) — kein Hedge.
GBP/JPY als einfacher Hedge
Zu volatil. Ungeeignet.
Cross Pairs — Ableitung & Interpretation
Alles auf einer Seite. Jedes Paar: Haupttreiber · bester Bestätiger · Session · Bias.
USD schwach → was steigt
EUR/USD ↑ · GBP/USD ↑ · AUD/USD ↑ · NZD/USD ↑ · Gold ↑
USD/CHF ↓ · USD/JPY ↓ · USD/CAD ↓

Bestätigung: DXY fällt. Mehr Paare = stärker.
Risk-Off → was passiert
JPY ↑ · CHF ↑ · Gold ↑ (meist)
AUD ↓ · NZD ↓ · GBP/JPY ↓↓ (am stärksten)

Sensor: USD/JPY fällt zuerst. VIX > 30.
Lern-Referenz: Warum Korrelationen existieren, wie sie zu lesen sind, wann sie brechen — und wie sie im SIM/SLH-Kontext als Confirmation dienen.
Was Korrelation misst
Korrelation misst, wie zwei Paare sich zueinander bewegen — Wert zwischen −1.0 und +1.0.

+1.0 = identische Bewegung (AUD/USD ↔ NZD/USD gemessen {r:AUD/USD|NZD/USD})
0.0 = kein Zusammenhang
−1.0 = exakt gegenläufig (EUR/USD ↔ USD/CHF gemessen {r:EUR/USD|USD/CHF})

Alle Werte im Dashboard sind gemessen: Tagesrenditen der letzten 12 Monate (offizielle Fed-Kurse), gegengeprüft mit H4/M15 der letzten 5 Wochen. Sie bleiben regimeabhängig — Marktphase, Zentralbankpolitik und News verschieben sie.
⚠ Korrelation ≠ Kausalität. Beide Paare reagieren meist auf denselben Faktor (z.B. USD-Bewegung), nicht aufeinander.
Warum Paare korrelieren
Gemeinsame Währung: EUR/USD + GBP/USD teilen den USD — jeder USD-Move trifft beide.

Wirtschaftliche Nähe: EUR und GBP reagieren ähnlich auf globale Stimmung.

Commodity-Link: AUD + NZD folgen beide Kupfer/China-Nachfrage.

Safe-Haven: JPY und CHF werden bei Unsicherheit gesucht — USD/JPY + USD/CHF daher positiv korreliert.

Inverse Struktur: EUR/USD ist anti-USD, USD/CHF pro-USD → stark negativ.
Korrelation als Confirmation (SIM-Kontext)
Der praktische Nutzen im Modell: mehrere korrelierte Paare zeigen dasselbe Bild = Bestätigung.

Beispiel EUR/USD long: EUR/USD↑ + USD/CHF↓ + GBP/USD↑ + Gold↑ = USD auf breiter Front schwach — vier unabhängige Quellen. Das ist eine Konfluenz-Quelle im Risk-Modell (1–4%).

Nur EUR/USD bewegt sich, der Rest nicht = EUR-spezifischer Move (ECB) — schwächere USD-Story.

Kehrseite: Zwei stark positiv korrelierte Paare gleichläufig zu halten ist eine Doppelposition, kein zweites Setup (siehe Korrelations-Vergleich im SIM-Check).
Wann Korrelationen brechen
High-Impact News: NFP, CPI, FOMC, Zentralbanken — Korrelationen brechen temporär, jedes Paar handelt seine eigene Story.

Risk-Off-Extreme: JPY/CHF lösen sich vom USD-Muster; in Liquiditätspanik kann Cash-USD sogar Gold schlagen.

Rohstoff-Divergenz: Kupfer und Öl laufen auseinander → AUD/CAD-Links verschieben sich.

Zentralbank-Divergenz: ECB vs BOE reißt EUR/USD↔GBP/USD auseinander — genau dann liefert EUR/GBP das Signal.

Stabil vs. instabil: EUR/USD↔USD/CHF ({r:EUR/USD|USD/CHF}) und AUD/USD↔NZD/USD ({r:AUD/USD|NZD/USD}) sind strukturell stabil; Gold-Links und JPY-Links sind regimeabhängig.
DXY — der Anker
Der DXY misst den USD gegen einen gewichteten Korb: EUR 57.6% · JPY 13.6% · GBP 11.9% · CAD 9.1% · SEK 4.2% · CHF 3.6%.

Wegen der EUR-Dominanz ist EUR/USD quasi der inverse DXY ({r:EUR/USD|DXY}) — deshalb ist die H4↔DXY-Abstimmung Schritt 1 des SIM-Modells.

AUD und NZD sind nicht im DXY, laufen aber gemessen deutlich mit ihm: AUD/USD {r:AUD/USD|DXY}, NZD/USD {r:NZD/USD|DXY}. Deshalb stehen sie im SIM-Vergleich — mit geringerem Gewicht als z.B. USD/CHF ({r:USD/CHF|DXY}).
Gold — drei Treiber
1. US-Realzinsen (invers, Haupttreiber): Gold zahlt keinen Zins — steigen Realzinsen, verliert es relativ.

2. USD/DXY (invers): Gold ist in USD notiert.

3. Safe-Haven + Zentralbankkäufe + Geopolitik.

Intraday dominiert meist die Realzins/USD-Seite — nicht automatisch „Safe-Haven first". In akuter Panik gewinnt kurzfristig Cash-USD.
Akademie — Finanzmärkte & Forex von null bis Advanced. Kapitel der Reihe nach durcharbeiten, Lektionen als „gelernt" abhaken, Begriffe im Glossar nachschlagen und mit Karteikarten pauken. Uhrzeiten in deutscher Ortszeit.
Quellen der Kennzahlen: BIS Triennial Survey 2025 (FX-Umsatz) · IWF COFER Q2 2026 (Devisenreserven) · ESMA/BaFin (Hebelgrenzen) · Jahressteuergesetz 2024. Stand: Oktober 2026.